Fremdwörter sind oft schwer zu merken. Es hilft jedoch sich Eselsbrücken über die Etymologie zu bilden.
Alle Angaben sind ergoogelt/Wictionary und daher mit Vorsicht zu genießen.
- Agrocybe – Ackerlinge/Erdschüpplinge | gr. agro – Boden, gr. cybe – Kopf; ~Bodenköpfe
- Agaricus – Champignons/Egerlinge | gr. agarikón – von Agaria in Sarmatien
- Albatrellus – Schafporlinge | ital.-dialekt Erdbeerbaumpilz durch wilde Verwechslungsgeschichte. https://www.first-nature.com/fungi/albatrellus-ovinus.php
- Amanita – Wulstlinge | Etymologie unklar. ggf. von Region in Griechenland
- Armarillaria – Hallimasch | lat. armilla – Armreif; Bild des Rings der meisten Hallimasche
- Auricularia – Ohrlappenpilze | lat. auricula – Ohr
- Boletus – Steinpilze | lat. bōlētus – Pilz
- Bovista – Stäublinge | früh-NHD fohe fist – Fähenfurz.
- Calocybe – Schönköpfe | gr. calos – schön, gr. cybe – Kopf
- Cantherellus – Leistlinge | gr. kánthăros – Kelch
- Clitocybe – Trichterlinge | gr. klitos – Steigung, gr. cybe – Kopf
- Clitopilus – Räslinge | gr. klitos – Steigung, gr. pilus – Hut; ~Neigungshüte
- Collybia – Rüblinge | gr. kullobos – kleine Münze; wahrscheinlich Erinnerung an die oft Münzengroßen Hüte
- Conocybe – Samthäubchen | von gr. conos – Kegel, gr. cybe – Kopf; ~Kegelköpfe
- Coprinus – Tintlinge | von gr. koprinos – auf Dung
- Cordyceps – Kernkeulen | gr. kordýlē – Keule, lat. ceps – Kopf; ~ Keulenkopf
- Cortinarius – Schleierlinge | lat. cortīna – Vorhang
- Craterellus – Leistlingstrompeten | ggf. lat. crater
- Entoloma – Rötlinge | gr. ento – innen, gr. loma – Rand, Saum, Franse; spielt auf die teilweise eingerollten Hutränder an.
- Exidia – Drüslinge | lat. exsudere – ausscheiden
- Galerina – Häublinge | lat. galerina – helmähnlich
- Geastrum – Erdsterne | gr. geo – Erde, gr. astrum – Stern
- Gloeophyllum – Blättlinge | gr. gloeo – klebrig, Harzig; gr. phyllum – Blatt;
- Gomphidus – Gelbfüße | gr. gomphos – Nagel
- Gyroporus – Blasssporröhrlinge | gûros – Ring, Kreis, porus – Poren
- Gymnopilus – Flämmlinge | gr. gymno – nackt, pilus – Hut,
- Gyromitra – Giftlorcheln | gr. gûros – Ring, Kreis, gr. mítra – Mieder
- Hebeloma – Fälblinge | gr. hēbē – Jugend, lōma – wollig; Dies bezieht sich auf den haarigen Schleier, der bei jungen Fälblingen vorkommt.
- Helvella – Lorcheln | lat. helvus – gelb, hellbraun; Anspielung auf Farbe der Fruchtkörper.
- Hericium – Stachelbärte | lat. hericium – Igel
- Hygrocybe – Saftlinge | gr. hygro – Feuchtigkeit, gr. cybe Kopf
- Hygrophorus – Schnecklinge | gr. hygro – Feuchtigkeit, gr. phorus – Träger
- Hypholoma – Schwefelköpfe | gr. hypho – Faden, gr. lōma – Rand
- Imleria – Maronenröhrlinge | von Louis Imler, belg. Mykologe
- Inocybe – Risspilze | gr. cybe Kopf, gr. inos – der Faser; ~Faserkopf
- Lactarius – Milchlinge | lat. lac – Milch
- Lecinum – Raufußröhrlinge | etym. unklar, ggf. italienisches Wort für Pilz.
- Lepista – Rötelritterlinge | lat. lepista – Kelch
- Lycoperdon – Stäublinge | gr. lúkos – Wolf, pérdomai – furzen; ~Wolfsfürze
- Makrolepiota – Riesenschirmpilze | gr- makro – groß, gr. lepis – Schuppe, ota – ohr
- Marasmius – Schwindlinge | gr. marasmus – eintrocknen; Fähigkeit einiger Schwindlinge einzutrocknen
- Melanoleuca – Weichritterlinge | gr. melanos – schwarz, gr. leucos – weiß; Dunkler Hut und Stiel aber weiße Lamellen
- Morchella – Morcheln | ahd. morhila – essbare Wurzel
- Mycena – Helmlinge | gr. myces – Pilz;
- Omphalina – Nabelinge | gr. omphalos – Nabel
- Panaeolus – Düngerlinge | gr. pan – alles, aeolus – verschieden; Alles verschieden bezieht sich auf die Fleckigen Lamellen
- Paxillus – Kremplinge | lat. paxillus – Pfosten, als Anspielung auf die Form.
- Phellodon – Duftstachelinge | gr. phell – Kork, gr. don – Zahn; ~Korkzahn
- Pholiota – Schüpplinge | von gr. pholis – Waage, Assoziation zu Waagschalen.
- Pleurotus – Seitlinge | gr. pleurón – seitlich
- Pluteus – Dachpilze | von lat. Pluteus – Schirmdach, Schild
- Polyporus – Stielporlinge | gr. poly – viele, porus – Poren
- Porphyrellus – Porphyrröhrlinge | gr. porphyrós – violett
- Psathyrella – Mürblinge/Zärtlinge | gr. psatharos – zerbrechlich
- Psilocybe – Kahlköpfe | gr. psilo – kahl, gr. cybe – Kopf
- Russula – Täublinge | n.-lat. russus – rot
- Sarcodon – Braunsporstachelinge, Fleischstachelinge | gr. sárx – Fleisch, gr. don – Zahn; ~Fleischzähne
- Skleroderma – Kartoffelboviste | gr. sklerōs – hart, gr. derma – Haut; ~ Harthäuter
- Stereum – Schichtpilze | gr. stereós – fest
- Strobilomyces – Strubbelkopfröhrlinge | gr. stróbīlos – Pinienzapfen, gr. myces – Pilz
- Suillus – Schmierröhrlinge | lat. sus – Schwein
- Thelephora – Warzenpilze | gr. thele – Nippel, phoros – Träger
- Tricholoma – Ritterlinge | gr. tricho – Haar, gr. loma – Rand, Saum, Franse; spielt auf bärtigen Ritterling an.
- Tuber – Trüffel | lat. tuber – Beule, Buckel
- Tylopilus – Gallenröhrlinge | gr. tylos – Beule, pilus – Hut; ~ Beulenhut
- Volvariella – Scheidlinge | gr. volva – Scheide
- Xercomus – Filzröhrlinge | gr. xeròs – „trocken“, gr, kòme – „Haar, Schopf“;







Wandern in der Großstadt? Manch einer mag sich da zunächst verwundert die Augen reiben, verspricht das doch eher ein Lärm- und Abgasreiches Vergnügen zu sein. Doch der Eindruck täuscht. Rund um die Stadt Frankfurt am Main führt auf 66km ein Rundweg, der es immerhin mal zu Deutschlands Wanderweg des Jahres gebracht hat. Dafür sorgen neben überraschend naturnahen Wäldern und Teichen ein gut gepflegtes Wegmarkierungs- und Informationstafelnetz, eingestreute Kunstobjekte, eine gute Versorgung mit Verpflegungspunkten, Gaststätten, Toiletten und ÖPNV-Haltestellen. Auch der immer wiederkehrende Blick auf die Skyline von Frankfurt aus wechselnder Perspektive geben dem ganzen einen besonderen Charme.
Der normale Wanderer würde den Grüngürtel nun wahrscheinlich in drei Etappen abwandern, Ehrgeizige vielleicht in zwei. Ich allerdings finde die 66km auch am Stück sehr reizvoll und herausfordernd. Seit 2015 organisiere ich jedes Jahr eine kleine Wandergruppe um diese Herausforderung am ersten Samstag im März anzugehen.
Das Unterfangen beginnt um 5:00 Morgens am Bahnhof in Frankfurt-Höchst. Dort haben bereits die Bäckerei und Kaffee offen um gut gelaunt die Runde anzutreten. Durch die verschlafene Höchster Fußgängerzone läuft man zum Main, wo die Fähre Walter Kolb kurz hinter der letzten Steele liegt. Leider fährt diese so früh nicht, also geht es über die Europabrücke zu den Schwanheimer Dünen mit ihrem Holzbohlensteg. Schnell ist man im Wald und läuft auf der alten Bahntrasse zur Unterschweinstiege, wo die erste Steele steht. Zu lange kann man nicht pausieren, weil es im März recht frisch ist. Es folgt eine weitere Stempelpause hinter dem Oberforsthaus, man passiert die Commerzbankarena und diverse Waldweiher um schließlich vor Oberrad die letzte Säule im Waldabschnitt zu finden. Dort bietet sich auch eine größere Pause und ein auffrischen der Verpflegung an.
Gestärkt geht es von Oberrad über die EZB Richtung Ostend, durch den Ostpark und Fechenheim bis Bergen Enkheim. Hier hat man die einzigen nennenswerten Steigungen der sonst brettebenen Strecke. Der Ausblick vom Lohrberg auf die Innenstadt belohnt jedoch die Mühe. Nach der Steele vor Bergen Enkheim läuft man über Feldwege Richtung Bad Vilbel, wo vor der Stadtgrenze die nächte Stempelstation wartet. Nach Berkersheim kommt man an die Nidda, dem letzten Abschnitt.
Zunächst schwenkt man über Harheim auf die nördliche Uferseite und stempelt an einem Feldweg, von dem sich viele Bieberaktivitäten beobachten lassen. Man kommt am alten Bonameser Flughafen vorbei, sieht das Grüngürteltier auf der Brücke und wechselt dann wieder auf die Süduferseite. Niddapark, Brentanobad, vor dem Brentanopark in Rödelheim die vorletzte Steele. Hier neigt sich schon im März das Tageslicht, und vorbei an Griesheim und Nied kommt man in Dunkelheit an der Niddaspitze an, wo die letzte Säule wartet. Auf der anderen Seite Der Nidda am Mainufer sieht man den Startpunkt der Mainfähre vor den angestrahlten Stadtmauern von Höchst.

Finden kann man vieles. Kronkorken sind mit Sicherheit das häufigste Fundstück. Un der nähe von Brücken und anderen Eisenkonstruktionen überwiegen undefinierbare Metallsplitter. Einkaufswägen und Fahrräder sind meist zu schwer zu fassen. Schrauben Nägel und Bolzen sind dagegen oft sicher an der Leine. Besonders freut man sich über Werkzeug, das beim Schiffsbau oder Angeln ins Wasser fiel. Oder wenn bewusst Beweismittel entsorgt wurden, wie zum Beispiel ein kleiner Tresor. Leider ist auch Müll ganz vorne mit dabei, von alten Elektroartikeln bis ordinären Dosen ist alles mit dabei.